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Strategien zum verlustminimierenden Portfolio-Abbau in der Ersten Abwicklungsanstalt

Die EAA wurde 2009 als Anstalt des öffentlichen Rechts errichtet, um zur Stabilisierung der Finanzmärkte beizutragen. Sie arbeitet wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig und ist darauf spezialisiert, komplexe internationale Portfolios professionell abzubauen. Gemäß Statut ist es ihre Aufgabe, ein Milliardenportfolio der ehemaligen WestLB wertschonend abzuwickeln. So übernahm sie in zwei Schritten Bestände von insgesamt gut 200 Milliarden Euro in rund 100 Ländern, denominiert in mehr als 60 unterschiedlichen Währungen. Die erste Übertragung erfolgte 2009/2010 und umfasste Kredite und Wertpapiere im Nominalvolumen von 77,5 Milliarden Euro, die zweite folgte 2012 und umfasste Kredite, Wertpapiere (Bankbestand) und Derivate (Handelsbestand) im Umfang von 124,4 Milliarden Euro.

Die EAA ist insolvenzfest ausgestattet und refinanziert sich eigenständig am Kapitalmarkt. Die in ihrem Statut festgelegten Verlustausgleichspflichten des Landes NRW, der NRW-Sparkassen- und Landschaftsverbände sowie des Finanzmarktstabilisierungsfonds ermöglichen es ihr, günstige Konditionen bei der Emission von Wertpapieren zu erzielen. Ihre Planung ist jedoch darauf ausgerichtet, die Abwicklungstätigkeit im Jahre 2027 mindestens mit einem ausgeglichenen Ergebnis zu beenden - und somit ohne finanzielle Inanspruchnahme der Verlustausgleichspflichten auszukommen.