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Reduzierung von Bias Problemen in der Schätzung von Kapitalkosten bei Bewertungen!

Reduzierung von Bias Problemen in der Schätzung von Kapitalkosten bei Bewertungen - einfache Lösungen!

Bei Unternehmensbewertungen im Rahmen der DCF-Methode müssen nicht nur zukünftig erwartete Cashflows, sondern auch korrespondierende Kapitalkosten geschätzt werden. In der Praxis greift man zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten häufig auf das Capital Asset Pricing Model zurück. Dies erfordert die Schätzung erwarteter Marktrisikoprämien, wozu häufig Mittelwertstatistiken historischer (Über-) Renditen herangezogen werden. Allerdings lässt sich anhand der Jensen’schen Ungleichung zeigen, dass zwar das arithmetische Mittel (im Einperiodenfall) künftige Renditen erwartungstreu schätzt, dass aber keine erwartungstreue Mittelwertstatistik zur Bestimmung der korrespondierenden Diskontierungsfaktoren für den DCF existiert. Die resultierenden Verzerrungen bei der Prognose von Unternehmenswerten können erheblich sein: Auch bei Zugrundelegung gängiger Kapitalmarktparameter können sich Fehlbewertungen im Umfang von 50 % des „wahren“ Unternehmenswerts und mehr ergeben. Wir präsentieren eine in der Praxis einfach anwendbare Methodik zur Reduktion dieses Schätzproblems. Auf der Grundlage eines umfassenden Datensatzes demonstrieren wir die erheblichen Fehlerreduktions-potenziale des Ansatzes. Insbesondere erweist sich unser einfacher „Ad-hoc“-Ansatz in gängigen Kapitalmarktkonstellationen gegenüber komplexeren Methoden zur Fehlerreduktion, die etwa auf Taylor-Approximation oder auf Korrekturfunktionen in Kombination mit spezifischen Verteilungsannahmen hinsichtlich der historischen Renditen zurückgreifen, regelmäßig als überlegen.