Presentation

Private Debt und Private Placements: Neue Impulse durch digitale Vermittlungsplattformen

Insbesondere seit der Finanzkrise wollen viele politisch Verantwortliche die Kapitalmarktfinanzierung für Unternehmen stärken. Dies geht einher mit dem Wunsch von großen Investoren, sich in Assetklassen zu diversifizieren und dem Bedürfnis von Emittenten, sich möglichst einfach und reibungslos Fremdkapital zu verschaffen sowie Finanzierungsquellen zu erschließen, die auch in schwierigen Marktzeiten noch zugänglich sind.

Aufgrund der sehr günstigen Möglichkeiten, Finanzierungen über Banken zu erhalten, sind die Möglichkeiten, Fremdkapital von Nicht-Banken aufzunehmen, nach wie vor nicht sehr weit entwickelt. Mit Ausnahme von Benchmark-Emissionen, die nur sehr großen und kapitalmarkterfahrenen Unternehmen offenstehen, dominiert die Finanzierung über Banken. Private Debt und Private Placements sind zwar vieldiskutiert, konnten bisher aber über Achtungserfolge, insbesondere in Teilen des Schuldscheinmarktes und Kreditfonds, nicht hinauskommen.

Neben dem weiter wachsenden Anlagedruck auf Investorenseite und einer allmählichen Rückkehr zur geldpolitischen Normalität, könnten die aufkommenden digitalen Plattformen nun die Bedingungen für eine weitere Verbreitung von Private Debt / Private Placements stark verbessern. Insbesondere wenn sie als neutrale Marktplätze bankenunabhängig ausgestaltet sind, stellen sie nicht nur eine effiziente Transaktionsinfrastruktur her, auf der die nötige Vielzahl von Emittenten und Investoren miteinander Verträge eingehen können; sie können dann auch transparente, unbeeinflusste Informationen und ein Ökosystem bereitstellen, das nötig ist, um Private Debt / Private Placements als Alternative zu Bankkrediten in der Breite zu etablieren.

Nach einem kurzen Überblick über die verschiedenen Marktsegmente gehen die Sprecher auf die Erfolgsfaktoren für Private Debt / Placements und die besondere Rolle digitaler Plattformen ein.