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Der Brexit und die Folgen für Europas Wirtschaft und Politik

Der Brexit wird durch wachsende Handelskosten sowohl im Vereinigten Königreich als auch in den EU-27 Ländern erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Im Vereinigten Königreich übersteigt dieser Schaden bei weitem die Einsparungen durch den entfallenden Nettobeitrag zum EU-Haushalt. Wenn der Handel künftig auf Basis von WTO-Regeln erfolgt, würde der Schaden für das Vereinigte Königreich auch bei Wegfall jeglicher Beiträge zum EU-Haushalt  immer noch 16 Mrd Euro pro Jahr betragen. Für die EU summieren sich die Verluste durch Wegfall des britischen Nettobeitrags und wachsende Handelskosten auf rund 44 Mrd Euro pro Jahr. Der Brexit kennt nur Verlierer. Bei einem Freihandelsabkommen könnten die durch die Beeinträchtigung des Handels entstehenden zusätzlichen Kosten mehr als halbiert werden. Die Gesamtverluste für die EU würden auf 27 Mrd Euro sinken, für das Vereinigte Königreich würde der entfallende Nettobeitrag zum EU-Haushalt die wachsenden Handelskosten dann ungefähr ausgleichen. Bei den Verhand-lungen muss es daher darum gehen, durch ein möglichst umfassendes Freihandelsab-kommen die wirtschaftlichen Verluste durch Handelsbarrieren möglichst klein zu halten.