17.02.2010

Neu in Deutschland: Global Investment Performance Standards (GIPS) 2010

Das German Asset Management Standards Committee (GAMSC) stellt auf dem GIPS Tag 2010 in Frankfurt am Main die Global Investment Performance Standards (GIPS) 2010 vor, die weltweit einheitliche Standards zur Messung und Darstellung der Wertentwicklung von Investments schaffen.

Frankfurt am Main, 17. Februar 2010 - Nutzer der GIPS sind institutionelle Anleger wie Versicherungen, Pensionsfonds, Stiftungen und Unternehmen.
Das GAMSC ist für die Umsetzung der Standards in Deutschland verantwortlich. Es besteht aus den drei Finanzverbänden BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V., DVFA Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management und German CFA Society.
 
In der zweiten Überarbeitung der GIPS seit deren Einführung 1999 nehmen Regelungen der Investmentrisiken großen Raum ein. Um eine in der Vergangenheit erbrachte Investmentleistung und deren Wertentwicklung zu verstehen, muss der Anleger auch die dazu eingegangenen Risiken nachvollziehen können. Die Standardabweichung soll als Standardrisikokennzahl für die monatliche Wertentwicklung im Hinblick auf die Zusammensetzung des Portfolios und der Benchmark verwendet werden. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise ist jetzt die auch Bewertung der Anlagen nach der Fair Value-Methode zugelassen, wenn kein real existierender Marktpreis vorliegt. Die neuen GIPS Standards verlangen auch die Offenlegung darüber, ob der Asset Manager seine GIPS-Zahlen durch einen dafür zugelassen Prüfer verifiziert hat.
Die weltweit anwendbaren GIPS 2010 entstanden aus der Zusammenarbeit von 33 GIPS Ländersponsoren in Europa, Nordamerika, Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum. Investmentgesellschaften und Vermögensverwalter, die sich zur Einhaltung der GIPS Standards verpflichtet haben, müssen die Änderungen bis zum 1. Januar 2011 implementiert haben.

Dr. Peter König, Geschäftsführer DVFA und derzeitiger Sprecher des GAMSC sagt: „ Die Schaffung grenzüberschreitender und allgemeingültiger Standards erfüllt die Bedürfnisse der international investierenden Anleger weitaus besser: Alle Investmentfirmen müssen ihre Anlageergebnisse nach gleichen Kriterien offenlegen, so dass die Anleger bei der Wahl des Investmentmanagers objektiv vergleichen können.“ „Die Einhaltung der GIPS-Standards ist für Unternehmen freiwillig, dennoch erwarten dies die Anleger zunehmend von den Investmentfirmen“, ergänzt Dr. Andreas Sauer, CFA, Mitglied des Vorstands der German CFA Society. Für Rudolf Siebel, Geschäftsführer BVI ist wichtig: "Mit Hilfe der GIPS-Standards können die Anleger sichergehen, vollständig und korrekt präsentierte Performanceinformationen zu erhalten."
 
Weitere Informationen zu den GIPS Standards finden Sie hier: www.gamsc.com