CFA Society Germany veröffentlicht 7 Empfehlungen zur Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge in Deutschland – ein Beitrag zur aktuellen Rentendebatte

Pressemitteilung vom 28. Januar 2026
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Frankfurt/Main, 28. Januar 2026 – Die CFA Society Germany e. V., der führende Berufsverband für Investment Professionals in Deutschland, hat heute ihr aktuelles Positionspapier zur Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge vorgestellt. Darin formulieren die Autoren sieben konkrete Empfehlungen, um die aus Sicht des Verbandes dringlichsten Reformbedarfe im Bereich der betrieblichen und privaten Altersvorsorge zu adressieren.

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatte um Stabilität, Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit des deutschen Rentensystems betont die CFA Society Germany die zentrale Rolle einer leistungsfähigen, kapitalgedeckten betrieblichen und privaten Altersvorsorge als unverzichtbare Ergänzung zur gesetzlichen Rente. 

Das aktualisierte Positionspapier zeigt, wie eine Integration von betrieblicher und staatlich geförderter privater Altersvorsorge, eine deutlich schlankere Kostenstruktur, der Verzicht auf Garantien in der Ansparphase sowie eine stärkere Kapitalmarktorientierung die Rentenleistungen erheblich steigern können. Ergänzend sprechen sich die Autoren für Modelle aus, die das Langlebigkeitsrisiko in der Auszahlphase effizient absichern, ohne die Renditechancen durch teure Garantien zu begrenzen.

2019 hatte der Verband erstmals auf erhebliche Schwächen bestehender Förderinstrumente hingewiesen, darunter hohe Kosten, geringe Transparenz, eingeschränkte Portabilität und niedrige Renditechancen durch starre Garantieanforderungen. Diese Herausforderungen bestehen weiterhin und haben sich teilweise verschärft.

„Die gesetzliche Rente wird für viele künftig nur noch eine Basisabsicherung sein“, erklärt Susan Spinner, CFA, Geschäftsführende Vorsitzende der CFA Society Germany. „Die demografische Entwicklung und die steigende Belastung des Rentensystems machen Reformen dringlicher denn je. Deutschland ist in den letzten Jahren im Mercer CFA Institute Pension Index von Platz 10 auf Platz 20 gefallen – ein Alarmsignal. Andere Länder zeigen, dass leistungsfähigere Rentensysteme möglich sind – mit vergleichbaren Beiträgen. Unser Positionspapier und der Blick auf erfolgreiche internationale Modelle verdeutlichen: Höhere Renten lassen sich erreichen, wenn Kosten konsequent gesenkt, Strukturen vereinfacht und die langfristigen Chancen der Kapitalmärkte systematisch genutzt werden.“

Die CFA Society Germany versteht das Positionspapier als konstruktiven Beitrag zur aktuellen Rentendebatte und als Angebot an Politik, Sozialpartner und Öffentlichkeit, die Reformdiskussion faktenbasiert und generationengerecht weiterzuentwickeln. 

Das vollständige Positionspapier steht hier zum Download bereit.


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Über CFA Society Germany e. V. 

Die CFA Society Germany ist der mitgliedsstärkste Berufsverband für professionelle Investoren und Investmentmanager in Deutschland. Mit fast 3.000 Mitgliedern repräsentiert die CFA Society Germany einen Querschnitt der deutschen Investmentbranche und engagiert sich für ethische und professionelle Standards in der Finanzindustrie. Die Mitglieder des Verbandes haben die berufsbegleitende Weiterbildung zum Chartered Financial Analyst (CFA®) bereits durchlaufen oder sind noch in der Prüfungsphase („Candidate Member“). Der CFA Charter gilt als führender Qualifizierungsstandard für eine internationale Karriere in der Investmentbranche.

Die CFA Society Germany ist der deutsche Lokalverband des CFA Institute, einem globalen Non-Profit Berufsverband für CFA Charterholder und Finanzexperten mit knapp 200.000 Mitgliedern in über 160 Ländern und Regionen.

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CFA Society Germany